
| Ehemalige
Königliche Pulverfabrik |
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Mit dem Bau der Königlichen Pulverfabrik Plaue wurde auch eine Kantine für
die Beköstigung der Tausenden von
Arbeitern benötigt. Bereits 1916 waren eine Staatskantine sowie ein Offizierskasino
fertiggestellt. Frühe Abbildungen
zeigen, dass in der Staatskantine einfache Gartentische mit den dazu gehörenden
Klappstühlen in einem riesigen Saal
aufgestellt waren, an den Seiten des Saales befanden sich Automaten z. B. für
Cigarren oder Confitüre und eine Menge
von Verkaufsständen und Theken, im Offizierskasino gab es dagegen gedeckte
Tische. 1919 wurde mit der Demontage
der Pulverfabrik die Staatskantine in ein Restaurant umfunktioniert, das viele
Jahrzehnte als Seegarten florierte.
(3 Abb. unten) |
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In
den Jahren 1915/1916 entstand im Deutschen Reich ein großer Mangel an Kleingeld.
Teils gingen die Münzen mit
den Truppen an die sich ausdehnenden Fronten, zum großen Teil sind sie
aber auch als Edelmetall gehamstert worden.
Die Truppen mussten regelmäßig
ihren Sold haben und die Löhne in der Heimat bezahlt werden, und zwar, wie
damals
noch üblich, wöchentlich in der Lohntüte genau abgezählt.
Viele Städte und Betriebe kamen bei der Auszahlung in
Schwierigkeiten: das Kleingeld fehlte. Die Reichsregierung duldete stillschweigend,
dass die Gemeinden und Privatfirmen zur Selbsthilfe griffen und eigene
Ersatzmünzen prägten. Diese Münzen hatten nur eine beschränkte
zeitliche Gültigkeit und wurden nur in der betreffenden
Gemeinde oder Firma zur Zahlung angenommen. Auch von der Staatskantine der Pulverfabrik Plaue sind solche Ersatzmünzen bekannt. Es gibt 10 und 50 Pfennig-Stücke, jeweils aus Zink oder Eisen. Zur Unterscheidung zum Reichsgeld waren diese Münzen achteckig. Hergestellt wurden sie bei der Firma L. Chr. Lauer in Nürnberg. |
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| Münz-Sammlung von Herrn Kurt Lembeck, Wuppertal E-Mail: klembeck@aol.com |
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