Plaue ist seit 1952 ein Stadtteil von Brandenburg an der Havel
Brandenburg-Plaue (Havel)
Der Bäckermeister Wilhelm Zander gründete 1771 in der Große Mühlenstraße 27 eine Bäckerei und einen Mühlenbetrieb. Die erste Mühle wurde auf dem kleinen Mühlberg in der Große Mühlenstraße 30, Grundstück Siehert, aufgebaut. Diese wurde durch Blitzschlag am 17. Juli 1914 zerstört. (Abb. oben links)
Ein Neubau der Mühle wurde aber bald danach auf dem gleichen Grundstück in unmittelbarer Nähe der Bäckerei errichtet. Sie wurde im Jahre 1962 defekt und altersschwach abgebaut. Beide Mühlen waren Bockmühlen.
Mühle am Patendamm
Im Jahre 1848 kaufte der Schnittwarenhändler Havelland in Potsdam eine Holländer Mühle. Er ließ dieselbe abbauen und mit einem Schiff nach Plaue bringen. Der Aufbau erfolgte auf dem Patendamm. Später übernahm der Bäckermeister Kähne, er betrieb dort eine Bäckerei, diese Mühle. Im Jahre 1934 wurde das Anwesen vom Bäckermeister Kiesling übernommen. Bei einem Luftangriff am 18.04.1944 wurde die Mühle durch Bombenabwürfe zerstört und brannte ab.
Mühle am Wendsee
Auf dem Mühlberg am Wendseeufer errichtete sich der Bäckermeister und Müller Schulz eine Bockmühle. Diese betrieb er neben seiner Bäckerei, die sich in der Chausseestraße befand. Nachdem am 5. Februar 1917 die Bockmühle abbrannte, inzwischen war die Bäckerei und Mühle von dem Schwiegersohn, Bäckermeister Hugo Schmidt übernommen worden, errichtete man im Stil einer Holländer Mühle eine neue Mühle. Diese brannte am 16. November 1936 ab. Nun folgte eine Motormühle direkt am Bäckereingrundstück. Der Bau der Mühle wurde von der Plauer Baufirma Werner ausgeführt. Der Einbau des Mahlwerks ist von der Firma Schlüter u. Co aus Magdeburg ausgeführt worden.
Mühlen in Plaue
Ehemalige Zandermühle in der Großen Mühlenstraße
Ehemalige Mühle am Patendamm
Ehemalige Mühle am Wendseeufer